Die Echte Kamille (Matricaria recutita L., syn. Matricaria chamomilla)
Erscheinungsbild
Die Echte Kamille ist ein einjährig-überwinterndes oder sommereinjähriges Samenbeikraut. Sie kann bis zu 40 cm hoch werden, typisch für die Kamille ist ihr starker Geruch. Die Blätter sind zierlich, wechselständig angeordnet und zwei- bis dreifach gefiedert, ähnlich wie Dill oder Fenchel. Die Echte Kamille hat eine kräftige Pfahlwurzel.
Eigenschaften
Die Samen der Kamille sind in der Erde ca. 10 Jahre keimfähig. Charakteristisch ist ihr intensiver Duft, der sie auch gut von anderen Kamillenarten (z.B. Hundskamille) unterscheiden lässt.
Vorkommen
Die Kamille zeigt einen zur Versauerung neigenden Boden. Sie wächst bevorzugt auf tonigen und sandigen Lehmböden.
Biodiversität
Honigbienen und Wildbienen (wie die Rote Mauerbiene) nutzen den leicht zugänglichen Nektar und Pollen der offenen Blüten. Auch Schmetterlinge und Schwebfliegen kann man an den Blüten der Kamille beobachten. Die echte Kamille ist aber auch eine wertvolle Heilpflanze. Zudem gibt sie über ihre Wurzeln Stoffe ab, die Pilzkrankheiten am Acker hemmen. Daher sollte ein untergeordneter Bewuchs auf Ackerflächen toleriert werden.
Bekämpfung
- Junge Kamillenpflanzen können durch Striegeln gut ausgerissen bzw. verschüttet werden
- Vermeidung von Bodenverdichtung
- Keine Bearbeitung bei zu feuchtem Boden
- Hackfrüchte in die Fruchtfolge integrieren
- Kleegras bzw. Ackerfutter unterdrückt die Kamille effektiv
- Da die Echte Kamille saure Böden bevorzugt, kann eine Kalkung die Situation verbessern
Quellen:
Ökolandbau.de
LFL
Ökolandbau.de
LFL