Witterung als Weckruf
Europaweit anhaltende Hitze, Dürre und Wasserknappheit führen auch uns derzeit vor Augen, wie sehr der Klimawandel unsere Landwirtschaft trifft. Viele Betriebe kämpfen mit massiven Ertragseinbußen, es herrscht große Sorge über eine ausreichende Futterversorgung. Daher braucht es rasche und wirksame Unterstützung für die betroffenen Bäuerinnen und Bauern.
Extremwetterereignisse werden künftig jedoch häufiger auftreten. Deshalb benötigt Tirol neben kurzfristigen Hilfen vor allem langfristige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Dazu gehören der Schutz von landwirtschaftlichen Nutzflächen und ein ausreichendes Wasserangebot für Bewässerungsmöglichkeiten. Jeder Quadratmeter fruchtbarer Boden, der verloren geht, fehlt künftig für die Lebensmittelproduktion und schwächt unsere Versorgungssicherheit.
Auch eine Vermeidung von weiterem Bodenverbrauch ist das Gebot der Stunde. Gerade deshalb wird auch die vorgeschlagene Baulandmobilisierungsabgabe von uns abgelehnt. Damit ist nämlich zu befürchten, dass unseren Betrieben wichtige landwirtschaftliche Flächen entzogen werden.
Die aktuelle Dürre zeigt deutlicher denn je: Boden und Wasser sind unsere wichtigsten Ressourcen. Ihr Schutz entscheidet darüber, wie gut wir den Herausforderungen des Klimawandels begegnen und auch in Zukunft regionale Lebensmittel produzieren können.