Wenn Temperaturen und Infektionsdruck steigen
Infektionen mit dem Blauzungenvirus (BTV) traten in den letzten Jahren vermehrt in ganz Europa auf, 2024 schließlich auch wieder in Österreich. Übertragen wird die Krankheit von Vektoren, in diesem Fall von blutsaugenden Gnitzen und Mücken. Aufgrund der Befürchtung, dass die Serotypen BTV-3 und BTV-8 auch 2026 in Österreich auftreten werden, haben die AGES, das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK), die Veterinärmedizinische Universität Wien und die Tiergesundheit Österreich (TGÖ) für dieses Jahr eine gemeinsame Impfempfehlung ausgesprochen. Für klinisch gesunde Rinder, Schafe und Neuweltkameliden wird die Impfung gegen BTV-3, BTV-4 und BTV-8 dringend empfohlen, für Ziegen empfohlen. Durch die Impfung können die Tiere vor schwerwiegenden Krankheitsverläufen, welche besonders bei Schafen, aber auch bei den anderen Tierarten auftreten und im schlimmsten Fall zum Tod führen können, geschützt werden.
Durchführung der Impfung
Wer seine Tiere gegen BTV impfen möchte, muss diese zunächst grundimmunisieren. Wurde das bereits im Vorjahr gemacht, sollte im heurigen Frühjahr eine Auffrischungsimpfung erfolgen. Beides sollte idealerweise bis Ende Mai abgeschlossen sein. Die Impfstoffe schützen nur gegen spezifische Serotypen, da es zu keiner Kreuzimmunität zwischen den aktuell in Österreich vorkommenden Serotypen kommt. Es werden jedoch auch Kombinationsimpfstoffe angeboten, welche beispielsweise vor BTV-4 und BTV-8 schützen. Der zeitgleiche Einsatz verschiedener Impfstoffe ist ebenfalls möglich, sofern diese an unterschiedlichen Stellen verabreicht werden. Die Dauer der folgenden Immunität wird auf mindestens ein Jahr geschätzt, die Antikörpermenge nimmt im Laufe der Zeit aber ab. Bei den in Österreich verfügbaren Impfstoffen handelt es sich um inaktivierte Vollvirusvakzine, welche eine sehr gute Verträglichkeit aufweisen.
Um die Tierhalter:innen bei der Entscheidung zur Impfung zu unterstützen, beantwortete Landesveterinärdirektor Matthias Vill häufig auftretende Fragen.
"Die Impfung ist die einzige wirksame Maßnahme zum Schutz der Tiere vor einem schweren Krankheitsverlauf. Sie kann Tierleid verhindern und finanzielle Verluste für Tierhaltende durch entstehende wirtschaftliche Schäden reduzieren."
Matthias Vill
Landesveterinärdirektor
Matthias Vill
Landesveterinärdirektor
In den letzten Jahren hat es ja immer wieder ein Aufflammen der Krankheit mit Impfempfehlung gegeben und danach war davon nicht mehr die Rede. Warum ist das jetzt anders? Ist die Krankheit dieses Mal gekommen, um zu bleiben und wenn ja, warum?
Matthias Vill: Es hat sich in den letzten Jahren klar gezeigt, dass sich das Auftreten der Blauzungenkrankheit häuft: Grundsätzlich hatte Österreich seit 2021 den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf die Blauzungenkrankheit. Dieser ging mit September 2024 und dem Einbruch des Serotyp-3-Infektionsgeschehens nach Österreich, ausgehend vom Norden Europas, verloren. Seitdem besteht ein ständiger, nicht abreißender Infektionsdruck von mehreren Serotypen (Serotyp 8 kam ursprünglich aus den Balkanstaaten über den Süden nach Österreich, Serotyp 3 vom Norden, Serotyp 4 ebenfalls von Südosteuropa). Die Viruslast bleibt bestehen oder nimmt sogar zu und das Infektionsgeschehen reißt nicht mehr ab. Nicht ganz unbeteiligt wird auch der Faktor Klimaerwärmung sein, welcher auf die Population und das jahreszeitliche Aufkommen der übertragenden, blutsaugenden Mücken und Gnitzen, die das Virus ja auch mitbringen, einen wesentlichen Einfluss hat. Ja, die Krankheit ist gekommen, um zu bleiben.
Welche Vorteile bringt die Impfung meines Bestandes? Welche Nachteile?
Die Impfung ist die einzige wirksame Maßnahme zum Schutz der Tiere vor einem schweren Krankheitsverlauf. Sie kann Tierleid verhindern und finanzielle Verluste für Tierhaltende durch entstehende wirtschaftliche Schäden reduzieren. Als Nachteil ist sicherlich der nicht unerhebliche Aufwand für die Impfung gegen die verschiedenen Serotypen 3 und 8 (kombiniert mit 4) zu sehen, auch der finanzielle Aufwand (Impfstoff-, Tierarztkosten) – dieser steht jedoch in keiner Relation zu dem drohenden wirtschaftlichen Schaden im Falle einer Infektion des Bestandes und ist im Vergleich vernachlässigbar.
Könnte man wieder einige Jahre frei von der Krankheit sein, wenn diese die Bestände großflächig durchseuchen würde und so eine Immunität erreicht wird?
Ein Wiedererlangen der Freiheit von Blauzungenkrankheit für Österreich, aber auch diverse andere europäische Regionen, ist aus derzeitiger Sicht aus den bereits genannten Gründen sehr unwahrscheinlich. Die durch eine Feldinfektion entstehenden Immunitäten sind weder zuverlässig noch dauerhaft beständig. Je mehr und länger das Virus zirkuliert, umso mehr besitzt es auch die Fähigkeit sich anzupassen und zu mutieren. Weiters muss angemerkt werden, dass es grundsätzlich 36 Serotypen gibt, die Serotypen 1-24 sind nach europäischem Tiergesundheitsrecht meldepflichtig und ein nicht unerheblicher Anteil dieser Serotypen kursiert im afrikanischen Raum und in den Balkanstaaten.
Was genau ist ein schwerer Verlauf? Und wie hoch ist die Sterblichkeitsrate tatsächlich?
Das klinische Krankheitsbild ist vorwiegend durch Fieber und hyperämische Stauungserscheinungen im Bereich des Kopfes bzw. der Kopfschleimhäute (geschwollene, hervortretende „blaue“ Zunge) sowie der Gliedmaßen bestimmt. Meist erkranken Schafe schwerer als Rinder. Bei Rindern und bei Ziegen kommen häufig auch symptomlose Verläufe vor. Bei erkrankten Rindern kommt es oft zu einem deutlichen Milchleistungsrückgang. Todesfälle bei Schafen kommen durchaus vor und sind häufiger als bei Rindern. Die Sterblichkeit ist mit Ausnahme von Schafen generell gering und auch vom Virusstamm abhängig. Im Vergleich zu BTV-8 scheint das BTV-3 zu schwereren Krankheitsverläufen zu führen, während der BTV-4 Stamm bisher kaum mit klinischer Erkrankung assoziiert wurde. Im vergangenen Jahr hat wiederum das BTV-8 Infektionsgeschehen in Kärnten, der Steiermark und auch in Osttirol zu schwerwiegenden Verlusten, primär bei Schafen, geführt.
Die Mortalität (= Anteil der empfänglichen Tierpopulation, die an der Krankheit verendet) wird bei Schafen mit ein bis fünf Prozent beschrieben, bei Ziegen und Rindern mit bis zu 1,5 Prozent. Berichten aus den Niederlanden zu Folge war die im Zusammenhang mit BTV-3 stehende Mortalität bei Schafen jedoch deutlich höher. Auch das oben angeführte BTV-8 Geschehen in Österreich hat bei Schafen eine deutlich höhere Mortalität mit sich gebracht. Bei Schafen kann der Verlauf einer Infektion definitiv am schwerwiegendsten sein, bei Rindern sind die wirtschaftlichen Verluste durch einen Leistungsrückgang erheblich.
Was kostet mich die Impfung? Wie oft muss ich diese durchführen/auffrischen?
Die reinen Impfstoffkosten für den Landwirt betragen derzeit zwischen 4,50 Euro und 6,10 Euro/Dosis. Das bedeutet, dass eine Grundimmunisierung für ein Rind gegen die Serotypen 3 und 8 (kombiniert mit 4) mit ca. 21 Euro Impfstoffkosten zu beziffern ist, hinzu kommen die Kosten für den Tierarzt, welche in der privaten Honorargestaltung unterschiedlich ausfallen (keine Vorgaben). Für Schafe und Ziegen ist für die Grundimmunisierung teilweise nur eine Impfung (je nach Impfstoffhersteller) notwendig, somit reduzieren sich die Kosten. Für im Vorjahr grundimmunisierte Tiere wird empfohlen, bis Ende Mai eine Auffrischungsimpfung durchzuführen. Je besser die Tierhalter mit ihren Tieren für die Durchführung der Impfung vorbereitet sind (Erreichbarkeit/Fixierung der Tiere), umso geringer hält sich der Aufwand für die Abwicklung.
Gibt es andere Serotypen, die nahe an Österreich sind und mit großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr auftreten? Wenn ja – warum soll ich dann gegen einen Serotyp impfen, wenn auch andere auftreten könnten?
Für das Jahr 2026 ist mit den Serotypen 3 und 8, vereinzelt unter Umständen auch 4, zu rechnen. Eine längerfristige Prognose ist derzeit nicht möglich.
Gibt es Nebenwirkungen der Impfung bzw. muss etwas in Hinblick auf Vermarktung beachtet werden?
Meldungen zu Nebenwirkungen durch die Impfung sind nahezu nicht bekannt, es handelt sich dabei meist um vermutete Wahrnehmungen, bestätigte Nebenwirkungen der Impfung liegen keine vor.
Geimpfte Tiere sind über den Betreuungstierarzt zu melden (Rinder über die App des Rinderzuchtverbandes RZ App, Schafe/Ziegen über ein Formular) und werden sodann in der
amtlichen Datenbank eingetragen. Somit können geimpfte Tiere im Bedarfsfall für Vermarktungen/Verbringungen jederzeit abgefragt werden/amtlich bestätigt werden – derzeit besteht allerdings keine Notwendigkeit dazu.
Matthias Vill: Es hat sich in den letzten Jahren klar gezeigt, dass sich das Auftreten der Blauzungenkrankheit häuft: Grundsätzlich hatte Österreich seit 2021 den Status „seuchenfrei“ in Bezug auf die Blauzungenkrankheit. Dieser ging mit September 2024 und dem Einbruch des Serotyp-3-Infektionsgeschehens nach Österreich, ausgehend vom Norden Europas, verloren. Seitdem besteht ein ständiger, nicht abreißender Infektionsdruck von mehreren Serotypen (Serotyp 8 kam ursprünglich aus den Balkanstaaten über den Süden nach Österreich, Serotyp 3 vom Norden, Serotyp 4 ebenfalls von Südosteuropa). Die Viruslast bleibt bestehen oder nimmt sogar zu und das Infektionsgeschehen reißt nicht mehr ab. Nicht ganz unbeteiligt wird auch der Faktor Klimaerwärmung sein, welcher auf die Population und das jahreszeitliche Aufkommen der übertragenden, blutsaugenden Mücken und Gnitzen, die das Virus ja auch mitbringen, einen wesentlichen Einfluss hat. Ja, die Krankheit ist gekommen, um zu bleiben.
Welche Vorteile bringt die Impfung meines Bestandes? Welche Nachteile?
Die Impfung ist die einzige wirksame Maßnahme zum Schutz der Tiere vor einem schweren Krankheitsverlauf. Sie kann Tierleid verhindern und finanzielle Verluste für Tierhaltende durch entstehende wirtschaftliche Schäden reduzieren. Als Nachteil ist sicherlich der nicht unerhebliche Aufwand für die Impfung gegen die verschiedenen Serotypen 3 und 8 (kombiniert mit 4) zu sehen, auch der finanzielle Aufwand (Impfstoff-, Tierarztkosten) – dieser steht jedoch in keiner Relation zu dem drohenden wirtschaftlichen Schaden im Falle einer Infektion des Bestandes und ist im Vergleich vernachlässigbar.
Könnte man wieder einige Jahre frei von der Krankheit sein, wenn diese die Bestände großflächig durchseuchen würde und so eine Immunität erreicht wird?
Ein Wiedererlangen der Freiheit von Blauzungenkrankheit für Österreich, aber auch diverse andere europäische Regionen, ist aus derzeitiger Sicht aus den bereits genannten Gründen sehr unwahrscheinlich. Die durch eine Feldinfektion entstehenden Immunitäten sind weder zuverlässig noch dauerhaft beständig. Je mehr und länger das Virus zirkuliert, umso mehr besitzt es auch die Fähigkeit sich anzupassen und zu mutieren. Weiters muss angemerkt werden, dass es grundsätzlich 36 Serotypen gibt, die Serotypen 1-24 sind nach europäischem Tiergesundheitsrecht meldepflichtig und ein nicht unerheblicher Anteil dieser Serotypen kursiert im afrikanischen Raum und in den Balkanstaaten.
Was genau ist ein schwerer Verlauf? Und wie hoch ist die Sterblichkeitsrate tatsächlich?
Das klinische Krankheitsbild ist vorwiegend durch Fieber und hyperämische Stauungserscheinungen im Bereich des Kopfes bzw. der Kopfschleimhäute (geschwollene, hervortretende „blaue“ Zunge) sowie der Gliedmaßen bestimmt. Meist erkranken Schafe schwerer als Rinder. Bei Rindern und bei Ziegen kommen häufig auch symptomlose Verläufe vor. Bei erkrankten Rindern kommt es oft zu einem deutlichen Milchleistungsrückgang. Todesfälle bei Schafen kommen durchaus vor und sind häufiger als bei Rindern. Die Sterblichkeit ist mit Ausnahme von Schafen generell gering und auch vom Virusstamm abhängig. Im Vergleich zu BTV-8 scheint das BTV-3 zu schwereren Krankheitsverläufen zu führen, während der BTV-4 Stamm bisher kaum mit klinischer Erkrankung assoziiert wurde. Im vergangenen Jahr hat wiederum das BTV-8 Infektionsgeschehen in Kärnten, der Steiermark und auch in Osttirol zu schwerwiegenden Verlusten, primär bei Schafen, geführt.
Die Mortalität (= Anteil der empfänglichen Tierpopulation, die an der Krankheit verendet) wird bei Schafen mit ein bis fünf Prozent beschrieben, bei Ziegen und Rindern mit bis zu 1,5 Prozent. Berichten aus den Niederlanden zu Folge war die im Zusammenhang mit BTV-3 stehende Mortalität bei Schafen jedoch deutlich höher. Auch das oben angeführte BTV-8 Geschehen in Österreich hat bei Schafen eine deutlich höhere Mortalität mit sich gebracht. Bei Schafen kann der Verlauf einer Infektion definitiv am schwerwiegendsten sein, bei Rindern sind die wirtschaftlichen Verluste durch einen Leistungsrückgang erheblich.
Was kostet mich die Impfung? Wie oft muss ich diese durchführen/auffrischen?
Die reinen Impfstoffkosten für den Landwirt betragen derzeit zwischen 4,50 Euro und 6,10 Euro/Dosis. Das bedeutet, dass eine Grundimmunisierung für ein Rind gegen die Serotypen 3 und 8 (kombiniert mit 4) mit ca. 21 Euro Impfstoffkosten zu beziffern ist, hinzu kommen die Kosten für den Tierarzt, welche in der privaten Honorargestaltung unterschiedlich ausfallen (keine Vorgaben). Für Schafe und Ziegen ist für die Grundimmunisierung teilweise nur eine Impfung (je nach Impfstoffhersteller) notwendig, somit reduzieren sich die Kosten. Für im Vorjahr grundimmunisierte Tiere wird empfohlen, bis Ende Mai eine Auffrischungsimpfung durchzuführen. Je besser die Tierhalter mit ihren Tieren für die Durchführung der Impfung vorbereitet sind (Erreichbarkeit/Fixierung der Tiere), umso geringer hält sich der Aufwand für die Abwicklung.
Gibt es andere Serotypen, die nahe an Österreich sind und mit großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr auftreten? Wenn ja – warum soll ich dann gegen einen Serotyp impfen, wenn auch andere auftreten könnten?
Für das Jahr 2026 ist mit den Serotypen 3 und 8, vereinzelt unter Umständen auch 4, zu rechnen. Eine längerfristige Prognose ist derzeit nicht möglich.
Gibt es Nebenwirkungen der Impfung bzw. muss etwas in Hinblick auf Vermarktung beachtet werden?
Meldungen zu Nebenwirkungen durch die Impfung sind nahezu nicht bekannt, es handelt sich dabei meist um vermutete Wahrnehmungen, bestätigte Nebenwirkungen der Impfung liegen keine vor.
Geimpfte Tiere sind über den Betreuungstierarzt zu melden (Rinder über die App des Rinderzuchtverbandes RZ App, Schafe/Ziegen über ein Formular) und werden sodann in der
amtlichen Datenbank eingetragen. Somit können geimpfte Tiere im Bedarfsfall für Vermarktungen/Verbringungen jederzeit abgefragt werden/amtlich bestätigt werden – derzeit besteht allerdings keine Notwendigkeit dazu.
Ein Auszug aus der aktuellen Impfempfehlung:
[…] Die Impfung (Grundimmunisierung oder Auffrischungsimpfung) von klinisch gesunden Tieren gegen die in Österreich zirkulierenden Serotypen BTV-3, BTV-4 und BTV-8 wird für Rinder, Schafe und Neuweltkameliden für das gesamte Bundesgebiet dringend empfohlen. Für weitere empfängliche Spezies wie Ziegen wird die Impfung empfohlen. Für einen bestmöglichen Schutz der Tiere im Hinblick auf die Vektorsaison 2026 sollte eine Grundimmunisierung oder Auffrischungsimpfung noch im Frühjahr erfolgen bzw. idealerweise bis Ende Mai abgeschlossen sein. Tiere, die im vergangenen Jahr gegen BTV-4 und/oder BTV-8 grundimmunisiert wurden, sollten vor der Vektorsaison 2026 eine einfache Wiederholungsimpfung erhalten. Bei BTV-3 ist die Wiederholungsimpfung laut Fachinformationen bisher nicht belegt. Die Dauer der Immunität durch inaktivierte Impfstoffe wird im Allgemeinen als mindestens ein Jahr eingeschätzt, wobei die Antikörpermenge kontinuierlich abnimmt. Daher empfiehlt sich auch bei BTV-3 eine einfache Wiederholungsimpfung von bereits im vergangenen Jahr grundimmunisierten Tieren. Die Wiederholungsimpfung gegen den jeweiligen Serotypen muss nicht zwingend mit dem gleichen Impfstoff, der für die Grundimmunisierung verwendet wurde, erfolgen. Die Art der Anwendung und Dosierung sind gemäß der Fachinformation durchzuführen. Impfstoffe gegen verschiedenen Serotypen können zeitgleich, aber an unterschiedlichen Stellen, verabreicht werden. Die Verträglichkeit aller in Österreich zugelassenen Impfstoffe ist sehr gut. In allen Fällen handelt es sich dabei um inaktivierte Vollvirusvakzinen, die kein vermehrungsfähiges Virus mehr enthalten. […]