Stimmen Preis und Wert?
Kürzlich veröffentlichte die Statistik Austria die Zahlen zur Konsumerhebung. Das Ergebnis: die Haushaltsausgaben für Lebensmittel sind erneut leicht rückläufig. Während es 1954 noch fast 45 Prozent und 1974 noch über 20 Prozent waren, sind wir mittlerweile bei 11,6 Prozent angekommen. Nahrungsmittel sind also verhältnismäßig so günstig wie nie, gleichzeitig steigt aber die Kritik an den Preisen. Mir ist bewusst, dass es leider Haushalte gibt, die sich schwertun, die laufenden Kosten zu decken, daher verstehe ich auch den Wunsch nach preiswerten Lebensmitteln. In diesen Diskussionen vermisse ich aber oft die Berücksichtigung des Mehrwerts von Qualitätsprodukten aus heimischer Landwirtschaft. Während Energydrinks als Lifestyleprodukte gehypt werden und der Preis fast egal zu sein scheint, geht mit Milch, Eiern und Co. kein solcher Effekt einher, weshalb nur der Preis, nicht aber der Wert berücksichtigt wird. Andere Kulturen – denken wir nur an Frankreich oder Italien – haben da mehr kulinarisches Selbst- und Qualitätsbewusstsein. Möchten wir weiterhin beste Qualität aus der Region, können wir bei jedem Einkauf entscheiden, welche Form der Produktion unterstützt wird – damit Preis und Wert künftig wieder besser zusammenpassen.