Steuer gefährdet Existenzen
Finanzminister Marterbauer fordert in regelmäßigen Abständen die Einführung einer Erbschaftssteuer. Auch aktuell wird die Diskussion wieder geführt. Gerade in den westlichen Bundesländern, speziell in Tirol, wäre das ein Frontalangriff auf all jene, die sich über Generationen hinweg Eigentum geschaffen haben – Privatpersonen wie Wirtschaftstreibende gleichermaßen! Aufgrund unserer hohen Grund- und Immobilienpreise ist die Millionengrenze schnell gesprengt und gerade für landwirtschaftliche Betriebe wäre eine Erbschaftssteuer eine wirtschaftliche Katastrophe.
Unsere Betriebe bestehen nicht aus großen Geldvermögen, sondern eben aus Grund und Boden, der oft seit Jahrhunderten derselben Familie als Wirtschaftsbasis dient. Eine Erbschaftssteuer würde viele Höfe in ihrer Substanz treffen, weil man Geld für eine Abgabe aufbringen müsste, das im Betrieb schlicht nicht vorhanden ist. Wenn Erben plötzlich vor hohen finanziellen Belastungen stehen, steigt die Gefahr, dass Höfe nicht weitergeführt werden können, sondern verkauft oder zerschlagen werden.
Die Landwirtschaft lebt von langfristigem Denken – über Generationen hinweg. Eine Erbschaftssteuer würde diesen Generationenvertrag ebenso gefährden, wie die Versorgungssicherheit in Österreich.