Mehr Maissilage in der Ration: Kraftfutter ist neu abzustimmen
Hat man noch nie Maissilage gefüttert oder erhöht man den Maissilageanteil in der Ration deutlich, sollte man unbedingt auf das Fachwissen von Fütterungsberater:innen und Berufskolleg:innen zurückgreifen. Es sind mehrere Änderungen in der Rationsgestaltung notwendig: Mais ist energiebetont und eiweißarm.
Der Fasergehalt ist etwas niedriger als bei Grünlandaufwüchsen. Der Mineralstoffgehalt ist sogar deutlich niedriger als bei Grassilagen oder Heu.
Futteranalyse als Basis der Rationsberechnung
Hinzu kommt, dass der heurige dürregeschädigte Mais eine andere Zusammensetzung zeigt als in normalen Jahren. Analysen im Futtermittellabor Rosenau ergeben heuer höhere Fasergehalte und weniger oder gar keine Stärke. Die Kraftfutterwahl ist deshalb an den Stärkegehalt der Maissilage anzupassen. Es ist eine Rationsberechnung auf Basis einer Futteranalyse notwendig.
Mischration: Selektion unbedingt vermeiden
Hohe Anteile an Maissilage funktionieren besser in einer Mischration. Dabei soll der Trockenmassegehalt der Mischung bei zirka 38 Prozent liegen, um die Selektion zu begrenzen. Bei zu trockenen Mischungen kann man Wasser einmischen.
Je mehr Mais, desto genauer auf Stärke und Struktur schauen
Mit steigendem Maissilageanteil müssen Rohprotein-, Struktur-, Faser- sowie Mineralstoffversorgung abgesichert werden. Luzernesilage oder -heu, aber auch Feldfutter oder Kleegras sind besonders passende Ergänzungen: Sie liefern bei guter hygienischer Qualität rasch abbaubares Protein und Struktur. Das Einmischen von Stroh bringt Faser und Struktur, sollte bei leistungsstarken Kühen aber nicht über 1,5 Kilogramm je Tag steigen.
Kraftfutter neu abstimmen: weniger Getreide
Stärke, es sei denn, der Bestand hatte kaum Kolben ausgebildet. Wie der Zuckergehalt bei Graskonserven soll bei Maissilage der Stärkegehalt bekannt sein, um die Kraftfutterergänzung planen zu können.
Die Kombination aus rasch und langsam abbaubaren Energie- und Rohproteinkomponenten im Pansen muss abgestimmt sein. Übersteigt der Stärkegehalt der Gesamtration 25 Prozent, müssen Getreide- und Körnermais durch Trockenschnitzel oder stärkearme Nebenprodukte ersetzt werden. Es droht sonst eine Acidose, also eine überhöhte Säureproduktion im Pansen. Zur Eiweißergänzung wählt man rasch abbaubare Kraftfuttermittel. Harnstoffhaltige Eiweißkonzentrate passen sehr gut zu Maissilagen. Auch Ölkuchen passen durch ihren raschen Abbau sehr gut dazu. Neben der Rationsberechnung sind auch der Milchharnstoffgehalt und eventuelles Harnsaufen zu kontrollieren.
Die Mineralstoffversorgung ist bei maisbetonten Rationen deutlich zu erhöhen. 30 bis 50 Gramm mehr Mineralfutter mit kalziumbetontem Mineralfutter sind zu empfehlen. Die tägliche Mineralfutterversorgung liegt üblicherweise zwischen 120 und 200 Gramm pro Tag zuzüglich Futterkalk, Viehsalz und gegebenenfalls Puffersubstanzen.
Die Kombination aus rasch und langsam abbaubaren Energie- und Rohproteinkomponenten im Pansen muss abgestimmt sein. Übersteigt der Stärkegehalt der Gesamtration 25 Prozent, müssen Getreide- und Körnermais durch Trockenschnitzel oder stärkearme Nebenprodukte ersetzt werden. Es droht sonst eine Acidose, also eine überhöhte Säureproduktion im Pansen. Zur Eiweißergänzung wählt man rasch abbaubare Kraftfuttermittel. Harnstoffhaltige Eiweißkonzentrate passen sehr gut zu Maissilagen. Auch Ölkuchen passen durch ihren raschen Abbau sehr gut dazu. Neben der Rationsberechnung sind auch der Milchharnstoffgehalt und eventuelles Harnsaufen zu kontrollieren.
Die Mineralstoffversorgung ist bei maisbetonten Rationen deutlich zu erhöhen. 30 bis 50 Gramm mehr Mineralfutter mit kalziumbetontem Mineralfutter sind zu empfehlen. Die tägliche Mineralfutterversorgung liegt üblicherweise zwischen 120 und 200 Gramm pro Tag zuzüglich Futterkalk, Viehsalz und gegebenenfalls Puffersubstanzen.
Stärkeaufschluss im Pansen ändert sich
Mit zunehmender Lagerdauer verbessert sich der Stärkeaufschluss im Pansen. Im Frühjahr, also nach mehr als sechsmonatiger Lagerung, ist die Stärkeabbaugeschwindigkeit im Pansen schon deutlich erhöht, weshalb hier die Kraftfutterergänzung maisbetonter erfolgen soll. Der Getreideanteil im Kraftfutter soll also im Frühjahr reduziert werden.
Man darf nicht nur die Ration auf dem Papier beurteilen, sondern muss auch auf die Reaktion der Kuh achten. Kontrollieren soll man Futteraufnahme, Kotkonsistenz, Siebrückstände, Milchinhaltsstoffe und – wo vorhanden – Daten von Tiersensoren. Tägliche Schwankungen der Futteraufnahme, unverdaute Stärketeile und schwarze Blutklumpen im Kot sind Alarmsignale, die von einer akuten Darmschädigung stammen könnten.
Man darf nicht nur die Ration auf dem Papier beurteilen, sondern muss auch auf die Reaktion der Kuh achten. Kontrollieren soll man Futteraufnahme, Kotkonsistenz, Siebrückstände, Milchinhaltsstoffe und – wo vorhanden – Daten von Tiersensoren. Tägliche Schwankungen der Futteraufnahme, unverdaute Stärketeile und schwarze Blutklumpen im Kot sind Alarmsignale, die von einer akuten Darmschädigung stammen könnten.
Broschüre für Maissilagerationen
Die Fachgruppe Fütterung hat mit der ÖAG-Info 5/2021 „Rinderfütterung bei Trockenheit” eine 16-seitige Broschüre zur Fütterung von maissilagereichen Rationen zusammengestellt, die aktuell als Grundlage der Rationsgestaltung herangezogen werden kann.
Die Broschüre ist unter
gruenland-viehwirtschaft.at erhältlich.