Lagerschädlinge im Biolandbau
Zu den häufigsten Schädlingen zählen Vorratskäfer (z.B. Kornkäfer, Reismehlkäfer), Motten (wie die Mehlmotte) sowie Milben. Sie befallen gelagertes Getreide, Hülsenfrüchte und andere pflanzlichen Produkte und können erhebliche Qualitäts- und Ertragsverluste verursachen.
Im ökologischen Landbau steht daher die Prävention im Vordergrund. Eine gründliche Reinigung von Lagerräumen und Geräten vor der Einlagerung ist wichtig, um vorhandene Schädlinge und deren Entwicklungsstadien zu entfernen. Aber auch das Erntegut muss vor der Einlagerung sorgfältig gereinigt werden. Eine dauerhafte Lagerung von Getreide ist mit einer Feuchtigkeit von 14%, bei Ölfrüchten mit 8% möglich. Hier empfiehlt sich der Einsatz eines Getreidefeuchtemessgerätes. Liegen die Werte des Erntegutes darüber, ist eine Trocknung unumgänglich. Gerade Biogetreide kann durch den unter Umständen vermehrten Besatz mit Unkrautsamen Feuchtigkeit anziehen.
Ebenso wichtig ist die Kontrolle der Lagerbedingungen: Niedrige Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit hemmen die Entwicklung vieler Schädlinge deutlich. Zur direkten Bekämpfung kommen im Biolandbau vor allem physikalische und mechanische Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen das Kühlen oder Erhitzen des Lagerguts, etwa durch Warmluftbehandlung, sowie das Absieben oder Umlagern. Auch der Einsatz von Nützlingen, wie parasitischen Wespen gegen Motten, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ergänzend können natürliche Substanzen wie Kieselgur verwendet werden, die die Schädlinge austrocknen.
Aber auch Mäuse und Ratten sind eine ernstzunehmende Gefahr für gelagertes Getreide, sowie für die menschliche und tierische Gesundheit. Hier können mechanische Fallen, aber auch Rodentizide in Köderboxen verwendet werden. Für den Kauf und die berufliche Verwendung bestimmter Rodentizide (Mäuse- und Rattengifte mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen) ist ein Sachkundenachweis erforderlich. Diese Regelung betrifft Landwirtinnen und Landwirte, die solche Mittel in Lagerstätten oder Wirtschaftsgebäuden einsetzen. Dazu wird z.B. ein Online-Kurs beim LFI angeboten:
Ausbildung Sachkunde Rodentizide | LFI Österreich
Ausbildung Sachkunde Rodentizide | LFI Österreich
Vor der Ernte müssen auch Transportgeräte wie Kipper rückstandslos gereinigt werden, vor
allem, wenn Kipper überbetrieblich genutzt werden und damit auch Stallmist, konventionelle
Futtermittel (z.B. Sojaextraktionsschrot) oder Mineraldünger transportiert wurden.
Erfolgt die Getreideernte durch einen Lohndrescher, muss darauf hingewiesen werden, dass
der Mähdrescher vor dem Mähdrusch von Bioflächen ordnungsgemäß gereinigt werden
muss.
Die Checkliste Vorsorgemaßnahmen kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Vorsorgemaßnahmen am Bio-Betrieb umsetzen | Landwirtschaftskammer Österreich
Diese sollte am Biobetrieb bereitliegen.
Aber auch betriebseigene Mähdrescher müssen sorgfältig gereinigt werden, um eine Verunreinigung des Erntegutes mit Staub und Schädlingen zu vermeiden. Insgesamt basiert die Schädlingskontrolle im Biolandbau auf einem ganzheitlichen Ansatz, der vorbeugende Maßnahmen mit schonenden Bekämpfungsmethoden kombiniert, um die Qualität der Produkte langfristig zu sichern.
Die Checkliste Vorsorgemaßnahmen kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Vorsorgemaßnahmen am Bio-Betrieb umsetzen | Landwirtschaftskammer Österreich
Diese sollte am Biobetrieb bereitliegen.
Aber auch betriebseigene Mähdrescher müssen sorgfältig gereinigt werden, um eine Verunreinigung des Erntegutes mit Staub und Schädlingen zu vermeiden. Insgesamt basiert die Schädlingskontrolle im Biolandbau auf einem ganzheitlichen Ansatz, der vorbeugende Maßnahmen mit schonenden Bekämpfungsmethoden kombiniert, um die Qualität der Produkte langfristig zu sichern.