Asiatische Hornisse erstmals in Tirol nachgewiesen
Im Gemeindegebiet von Kössen wurde kürzlich erstmals die aus Südostasien stammende und 2004 nach Europa eingeschleppte gelbfüßige Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) in Tirol nachgewiesen. Das Nest wurde zwischenzeitlich gefunden und soll vernichtet werden, da es sich um eine invasive gebietsfremde Art handelt. Nachweise gab es unter anderem bereits in Ungarn, der Tschechischen Republik und Slowenien. In Österreich wurde sie zuvor bereits in Salzburg und Vorarlberg gefunden.
Aussehen und Lebensweise
Die Asiatische Hornisse hat einen dunkelbraunen, fast schwarzen Brustteil. Die ersten drei Hinterleibssegmente sind schwarz mit einem gelben bis gelbbraun-orangen Rand auf der Rückseite; das vierte Segment ist fast vollständig gelbbraun-orange. Das Ende des Hinterleibes ist rötlichbraun. Die Basis der Beine ist dunkel, die Enden sind gelb. Der vordere Teil des Kopfes ist gelb-orange.
Die Asiatische Hornisse jagt zur Brutversorgung bevorzugt soziale Hautflügler (Bienen, Wespen), aber auch andere Insekten wie Schwebfliegen, Heuschrecken, Käfer und Schmetterlinge. Bei hoher Dichte der Asiatischen Hornisse kann es zur Schwächung der Bienenvölker und sogar zu Völkerverlusten kommen. Laut AGES können im Spätherbst, wenn die Stärke anderer Insektenpopulationen zurückgeht, ungefähr 75 Bienen pro Tag erbeutet werden.
Sichtungen umgehend melden
Wer eine Asiatische Hornisse oder ein Nest entdeckt, wird ersucht, den Fund umgehend melden. Dies ist beim Amt der Tiroler Landesregierung, über das zentrale Velutina-Meldeportal oder bei der zuständigen Gemeinde möglich.