Weizenwarndienst 2026 – zweite Bonitur
Mehltau konnte auf einigen wenigen Standorten gefunden werden, Septoria tritici wurde auf einem Standort im Industrieviertel gefunden. Der Befall beschränkt sich überwiegend auf die unteren Blattetagen und die Befallsstärke ist noch gering. Weitere Krankheiten wie die DTR-Blattdürre, Gelbrost und Braunrost treten bisher nicht auf.
Generell besteht derzeit noch keine unbedingte Notwendigkeit für einen Fungizideinsatz. Speziell in frostgefährdeten Lagen des Wald- und Mostviertels gab es in der letzten Woche immer wieder Nachtfröste, was die Bestände zum Teil schädigte. Erkennbar ist dies durch braune oder trockene Blattspitzen, Einschnürungen der Blätter oder im Extremfall durch den Verlust der grünen Blattmasse.
Aufgrund von starker Trockenheit und extremen Temperaturschwankungen sind die Getreidebestände allgemein sehr stark gestresst. Dies kann je nach Sorte zu unterschiedlichen Blattflecken (siehe Bild) führen, die mit den Symptomen von Blattkrankheiten verwechselt werden könnten. Fungizideinsätze ohne entsprechenden Krankheitsdruck machen bei solchen Stresssymptomen wenig Sinn!!
Unter www.warndienst.at können Prognosemodelle für die wichtigsten Krankheiten in den Getreidekulturen abgerufen werden. Dabei wird berechnet, ob aktuell gute Infektionsbedingungen hinsichtlich der Witterung für die einzelnen Krankheiten herrschen. Damit es dann tatsächlich zu einer Infektion kommt, muss aber infektiöses Material, wie zum Beispiel Pilzsporen, vorhanden sein. Dies hängt beispielsweise von der Fruchtfolge und dem Bodenbearbeitungssystem ab; es ist also von Schlag zu Schlag unterschiedlich. Im Prognosemodell kann nur die Witterung berechnet werden. Rote Punkte bedeuten in diesem Zusammenhang lediglich, dass die Witterung für eine Krankheitsinfektion passend ist. Ein roter Punkt muss nicht zwangsläufig zu einem Starkbefall bei einer Krankheit führen.
Aufgrund des geringen Krankheitsdruckes sind Fungizidmaßnahmen vor dem Erscheinen des Fahnenblattes stark in Frage zu stellen. Auch im Vorjahr erwiesen sich unter ähnlich geringem Krankheitsdruck frühe Fungizideinsätze in Niederösterreich meist als nicht wirtschaftlich. Die Ergebnisse der Praxisfungizidversuche von der LK Niederösterreich können unter folgendem Link abgerufen werden: https://noe.lko.at/pflanzenbauliche-versuchsberichte+2400++2931745?Jahr=2025
Bei der Bonitur diese Woche wurden Fraßschäden des adulten (erwachsenen) Getreidehähnchens auf vielen Proben gefunden, teilweise auch bereits die ersten Eier. Reguliert werden sollte beim Getreidehähnchen jedoch die Larve nach dem Erreichen der Schadschwelle von 10 % Blattflächenverlust (oder im Wintergetreide ein Ei oder eine Larve pro Fahnenblatt; im Sommergetreide ein Ei oder eine Larve pro zwei Halme).
Von vorbeugenden Behandlungen ohne Schadschwellenüberschreitung ist aus mehreren Gründen dringend abzuraten. Besonders der Einsatz von Insektiziden kann Nützlinge und Bestäubungsinsekten schädigen und somit die Umwelt belasten. Die überwiegend eingesetzten synthetischen Pyrethroide der Klasse 2 (z.B.: Cymbigon Forte, Decis Forte, Karate Zeon, Sumi-Alpha) sind aufgrund ihrer Wirkungsweise sehr resistenzanfällig. Meldungen aus Deutschland aber auch aus Österreich deuten hierzulande auf erste Resistenzen hin.
Stattdessen kann Sivanto Energy (4482-0) mit einem alternativen Wirkmechanismus verwendet werden, welches neben der Kontaktwirkung auch eine systemische Wirkung hat. Ein direkter Einsatz von Mavrik Vita (3214-0) / Evure (3214-901) gegen das Getreidehähnchen ist nicht zulässig, da hiermit nur eine Blattlausbekämpfung erlaubt ist. Es handelt sich hierbei um Pyrethroide der Klasse 1, welche bei auftretenden Pyrethroidresistenzen nach wie vor wirksam sind.
Generell besteht derzeit noch keine unbedingte Notwendigkeit für einen Fungizideinsatz. Speziell in frostgefährdeten Lagen des Wald- und Mostviertels gab es in der letzten Woche immer wieder Nachtfröste, was die Bestände zum Teil schädigte. Erkennbar ist dies durch braune oder trockene Blattspitzen, Einschnürungen der Blätter oder im Extremfall durch den Verlust der grünen Blattmasse.
Aufgrund von starker Trockenheit und extremen Temperaturschwankungen sind die Getreidebestände allgemein sehr stark gestresst. Dies kann je nach Sorte zu unterschiedlichen Blattflecken (siehe Bild) führen, die mit den Symptomen von Blattkrankheiten verwechselt werden könnten. Fungizideinsätze ohne entsprechenden Krankheitsdruck machen bei solchen Stresssymptomen wenig Sinn!!
Unter www.warndienst.at können Prognosemodelle für die wichtigsten Krankheiten in den Getreidekulturen abgerufen werden. Dabei wird berechnet, ob aktuell gute Infektionsbedingungen hinsichtlich der Witterung für die einzelnen Krankheiten herrschen. Damit es dann tatsächlich zu einer Infektion kommt, muss aber infektiöses Material, wie zum Beispiel Pilzsporen, vorhanden sein. Dies hängt beispielsweise von der Fruchtfolge und dem Bodenbearbeitungssystem ab; es ist also von Schlag zu Schlag unterschiedlich. Im Prognosemodell kann nur die Witterung berechnet werden. Rote Punkte bedeuten in diesem Zusammenhang lediglich, dass die Witterung für eine Krankheitsinfektion passend ist. Ein roter Punkt muss nicht zwangsläufig zu einem Starkbefall bei einer Krankheit führen.
Aufgrund des geringen Krankheitsdruckes sind Fungizidmaßnahmen vor dem Erscheinen des Fahnenblattes stark in Frage zu stellen. Auch im Vorjahr erwiesen sich unter ähnlich geringem Krankheitsdruck frühe Fungizideinsätze in Niederösterreich meist als nicht wirtschaftlich. Die Ergebnisse der Praxisfungizidversuche von der LK Niederösterreich können unter folgendem Link abgerufen werden: https://noe.lko.at/pflanzenbauliche-versuchsberichte+2400++2931745?Jahr=2025
Bei der Bonitur diese Woche wurden Fraßschäden des adulten (erwachsenen) Getreidehähnchens auf vielen Proben gefunden, teilweise auch bereits die ersten Eier. Reguliert werden sollte beim Getreidehähnchen jedoch die Larve nach dem Erreichen der Schadschwelle von 10 % Blattflächenverlust (oder im Wintergetreide ein Ei oder eine Larve pro Fahnenblatt; im Sommergetreide ein Ei oder eine Larve pro zwei Halme).
Von vorbeugenden Behandlungen ohne Schadschwellenüberschreitung ist aus mehreren Gründen dringend abzuraten. Besonders der Einsatz von Insektiziden kann Nützlinge und Bestäubungsinsekten schädigen und somit die Umwelt belasten. Die überwiegend eingesetzten synthetischen Pyrethroide der Klasse 2 (z.B.: Cymbigon Forte, Decis Forte, Karate Zeon, Sumi-Alpha) sind aufgrund ihrer Wirkungsweise sehr resistenzanfällig. Meldungen aus Deutschland aber auch aus Österreich deuten hierzulande auf erste Resistenzen hin.
Stattdessen kann Sivanto Energy (4482-0) mit einem alternativen Wirkmechanismus verwendet werden, welches neben der Kontaktwirkung auch eine systemische Wirkung hat. Ein direkter Einsatz von Mavrik Vita (3214-0) / Evure (3214-901) gegen das Getreidehähnchen ist nicht zulässig, da hiermit nur eine Blattlausbekämpfung erlaubt ist. Es handelt sich hierbei um Pyrethroide der Klasse 1, welche bei auftretenden Pyrethroidresistenzen nach wie vor wirksam sind.