Weil’s nicht egal ist ...
... woher unsere Lebensmittel kommen, habe ich diese Woche die Forderung nach der Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie erneuert. Letzten Samstag wurde das Mercosur-Abkommen unterzeichnet, weitere Handelsabkommen sind in Verhandlung. Gleichzeitig werden die Standards, nach denen die heimische Landwirtschaft produzieren soll, ständig weiter erhöht – während die dafür bezahlten Preise gleichbleiben oder sogar sinken. Dem gegenüber stehen importierte Lebensmittel, die zu gänzlich anderen Bedingungen und dementsprechend billig produziert werden können. In vielen Fällen wissen wir dann gar nicht, dass wir Fleisch oder Milch aus dem Ausland verzehren. Im Bereich der öffentlichen Küchen wurde hier bereits Klarheit geschaffen. In der Gastronomie ist die Herkunftskennzeichnung jedoch noch immer ein heiß diskutiertes und von vielen kategorisch abgelehntes Instrument für mehr Transparenz am Teller. Dabei sichert die Landwirtschaft gerade in einem stark touristisch geprägten Land wie Tirol die Basis für den Erfolg dieser Sparte. Für 62 Prozent der Gäste im Sommer ist die Kultur- und Naturlandlandschaft der Grund für den Urlaub in Österreich – wovon schlussendlich auch die Gastronomie maßgeblich profitiert. Diese Landschaft entsteht als „Nebeneffekt“ der Lebensmittelproduktion, durch die Arbeit unserer Bauernfamilien. Da wäre Solidarität im Einkauf und entsprechende Deklaration doch stimmig!