Unterstützung, die vor Ort ankommt
Jedes Jahr im März und November starten junge Männer aus Tirol ihren Zivildienst in der Landwirtschaft. Für die Organisation der Einsätze und einen reibungslosen Ablauf sorgen die Landwirtschaftskammer und der Maschinenring. Das System hat sich bewährt – sowohl die Zivildiener als auch die landwirtschaftlichen Betriebe profitieren von der Zusammenarbeit.
Vorteile für alle Beteiligten
Ist man mit einem Unfall, einer Krankheit, Reha- und Kuraufenthalt oder gar einem Todesfall konfrontiert, ist die emotionale Belastung hoch – auf landwirtschaftlichen Betrieben kommen dann oft auch noch arbeitstechnische und wirtschaftliche Schwierigkeiten hinzu, wenn wichtige Arbeitskräfte ausfallen. Unterstützung bzw. Entlastung kann in solchen Fällen von landwirtschaftlichen Zivildienern kommen. In ihrer Dienstzeit sind sie meist auf drei bis sechs unterschiedlichen Betrieben im Einsatz. Dort haben sie die Möglichkeit, ihren Zivildienst in Form von sinnvollen, praxisnahen Arbeiten zu absolvieren. Die LK Tirol und der Maschinenring sorgen dafür, dass Arbeitskleidung gestellt wird, die Helfer eine monatliche Grundvergütung sowie Verpflegungsgeld für dienstfreie Tage bekommen und bei der ÖGK unfall- und krankenversichert sind.
Landwirtschaftlicher Zivildiener werden
Wer sich für den Zivildienst in der Landwirtschaft interessiert, muss einen Führerschein der Klassen F und B, eine landwirtschaftliche Ausbildung, einen familiären land- oder forstwirtschaftlichen Hintergrund haben, eine selbständige Arbeitsweise, Belastbarkeit und Flexibilität mit sich bringen. Da die Plätze auf 30 Zivildiener pro Jahr begrenzt sind, ist eine Anmeldung für den Wunschtermin bei der LK Tirol bereits vor der Musterung ratsam. In einem persönlichen Gespräch werden die Eignung und die Voraussetzungen für den Zivildienst in der Landwirtschaft geklärt sowie verfügbare Plätze reserviert. Bei oder unmittelbar nach der Musterung muss die schriftliche Zivildiensterklärung beim Militärkommando eingebracht werden. Daraufhin erhält man per Einschreiben seine Zivildienstzahl. Mit der Zivildienstzahl kann die Einrichtung den Zivildiener für den jeweiligen Wunschtermin zuweisen lassen und die Einrückung zum Zivildienst ist fixiert. Die Einsatzbetriebe werden den Zivildienern erst am Tag der Einschulung bekannt gegeben, diese liegen in den meisten Fällen im Heimatbezirk. Auf ihrem Einsatzbetrieb erhalten die Zivildiener Kost und Logis.
Aus betrieblicher Sicht
Steht man auf der anderen Seite und benötigt aufgrund eines Unfalles, einer schweren Erkrankung oder gar durch einen plötzlichen Tod des bzw. der Betriebsführer:in Unterstützung durch einen Zivildiener, erfolgt die Beantragung eines solchen über den Zivildienst-Einsatzleiter Lukas Peer – siehe Kontaktbox. Mit Blick auf Dringlichkeit des jeweiligen Falles und Verfügbarkeit der Zivildiener wird dann entschieden, ob und für wie lange einem Betrieb Unterstützung durch einen Zivildiener gewährt werden kann. Der Zivildienst in der Landwirtschaft hat sich als unverzichtbares Angebot für die Tiroler Bauernhöfe etabliert.
Durch die kompetente Unterstützung gelingt es Jahr für Jahr, Bauernfamilien in schwierigen Zeiten auf schnelle und unbürokratische Art zu entlasten.
Zivildienst in der Landwirtschaft
Du hast Fragen oder benötigst Unterstützung durch einen
Zivildiener am eigenen Betrieb?
Lukas Peer
Zivildienst-Einsatzleiter
lukas.peer@lk-tirol.at
+43 664 602 598 1807
Melanie Gratl
Zivildienst Maschinenring Tirol
melanie.gratl@maschinenring.at
+43 59060 70012
Lukas Peer
Zivildienst-Einsatzleiter
lukas.peer@lk-tirol.at
+43 664 602 598 1807
Melanie Gratl
Zivildienst Maschinenring Tirol
melanie.gratl@maschinenring.at
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