"Gurkenkraut“ als neue Zwischenfrucht im Versuch
Botanik
Der Borretsch (Borago officinalis) gehört, wie die Phacelia, zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Er ist eine einjährige Pflanze mit Wuchshöhen bis zu 100 cm und bildet dabei eine kräftige Pfahlwurzel aus. Charakteristisch sind seine blauen Blüten und die vollständige Behaarung aller oberirdischen Pflanzenteile (bis auf die Blüten).
Vorteilhaft als Zwischenfrucht kann die rasche Jugendentwicklung, eine hohe Biomasseproduktion und außerdem seine Frostempfindlichkeit sein. Für Nützlinge und Bestäuber bietet er ein reichhaltiges und langes Blütenangebot.
Borretsch wurde seit dem Mittelalter in Europa kultiviert und war in Kräuter- und Bauerngärten zu finden. Noch heute wird er in der Küche als Gewürz verwendet. Das Gurkenkraut ist Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße bzw. auch Geschmacksgeber von bestimmten Gin-Sorten.
Ansprüche/Aussaat
Passend zu seiner Herkunft aus dem nördlichen Afrika und dem Mittelmeerraum ist das Gurkenkraut relativ hitze- und trockenheitstolerant und kommt auch mit weniger guten Böden zurecht. Staunässe soll vermieden werden. Ein vorhandenes Nährstoffangebot wird dennoch gut aufgenommen und umgesetzt.
Als Zwischenfrucht kann er von Juli bis Ende August angebaut werden, die Empfehlungsmenge als Reinsaat ist etwa bei 15 - 20 kg/ha. Preislich liegen wir derzeit bei rund 21,5 Euro/kg (netto).
Versuche der Boden.Wasser.Schutz.Beratung
Da im Zwischenfruchtbereich der Borretsch momentan noch eher selten verwendet wird, fehlen mehrjährige und detaillierte Erfahrungen in seiner Eignung als Begrünungskultur. Darum wird er in den Begrünungsversuchen der Boden.Wasser.Schutz.Beratung nur als Mischungspartner eingesetzt.
Da Borretsch oftmals sehr ausladend wächst, wird er die Variante "Boden-Freund" mit einer Menge von nur
1 kg/ha beigemischt. Bei dieser geringen Saatmenge würde der Borretsch auch einen kostengünstigen Mischungspartner darstellen (Empfehlung 1 - 5 kg/ha in Mischungen).
In weiterer Folge werden die Boden.Wasser.Schutz.Beraterinnen und -Berater diese neue Zwischenfrucht bonitieren und bewerten. Aufwuchs, Jugendentwicklung, Wurzelentwicklung, Blüte, Abfrostverhalten, Eignung als Mischungspartner, Strukturgeber usw. werden dabei begutachtet.
Interessant wird auch der Krankheits- und Schädlingsaspekt: Borretsch ist mit keiner Hauptkultur verwandt und daher dürfte es hier keine gröberen Probleme geben.
Da Borretsch oftmals sehr ausladend wächst, wird er die Variante "Boden-Freund" mit einer Menge von nur
1 kg/ha beigemischt. Bei dieser geringen Saatmenge würde der Borretsch auch einen kostengünstigen Mischungspartner darstellen (Empfehlung 1 - 5 kg/ha in Mischungen).
In weiterer Folge werden die Boden.Wasser.Schutz.Beraterinnen und -Berater diese neue Zwischenfrucht bonitieren und bewerten. Aufwuchs, Jugendentwicklung, Wurzelentwicklung, Blüte, Abfrostverhalten, Eignung als Mischungspartner, Strukturgeber usw. werden dabei begutachtet.
Interessant wird auch der Krankheits- und Schädlingsaspekt: Borretsch ist mit keiner Hauptkultur verwandt und daher dürfte es hier keine gröberen Probleme geben.
Einschätzung für die Praxis
Borretsch wird keine etablierte Zwischenfrucht ersetzen können, aber er kann das Angebot wesentlich erweitern. Seine Stärke wird im Mischungsbereich als zusätzliches Blühangebot liegen, die schnelle Jugendentwicklung und die baldige Blüte sind dabei von Vorteil. Mit Borretsch kann mit geringem Saatguteinsatz die Biodiversität gesteigert und die Fruchtfolge aufgelockert werden.
Weitere Eigenschaften werden sich im Rahmen der Versuche zeigen. Die Boden.Wasser.Schutz.Beratung wird dazu informieren.
Informationen zu Zwischenfrüchten allgemein, Begrünungsrechner, später Zwischenfruchtanbau usw. unter www.bwsb.at.
Weitere Eigenschaften werden sich im Rahmen der Versuche zeigen. Die Boden.Wasser.Schutz.Beratung wird dazu informieren.
Informationen zu Zwischenfrüchten allgemein, Begrünungsrechner, später Zwischenfruchtanbau usw. unter www.bwsb.at.