Die Esche auf dem Weg in die Zukunft
Verursacht wird das Eschentriebsterben durch den aus Ostasien eingeschleppten Pilz Hymenoscyphus fraxineus. Er lässt Triebe und Äste absterben, führt zu Kronenverlichtung und kann Nekrosen am Stammfuß verursachen. Hallimasch-Arten können geschwächte Bäume zusätzlich befallen und ihre Standfestigkeit beeinträchtigen.
Auswahl aus 35.000 Eschen
Doch nicht alle Eschen reagieren gleich. Selbst in stark geschädigten Beständen finden sich einzelne vitale Bäume mit geringen oder keinen Symptomen. Genau hier setzte 2015 das Forschungs- und Züchtungsprogramm „Esche in Not“ des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) gemeinsam mit der BOKU an. Ziel ist es, die natürliche genetische Widerstandsfähigkeit für die Züchtung zu nutzen und gleichzeitig eine möglichst breite genetische Vielfalt zu erhalten.
Österreichweit wurden vielversprechende Mutterbäume ausgewählt und beerntet. Aus ihrem Saatgut entstanden 35.718 Nachkommen. Sie wurden auf vier Resistenztestflächen im BFW-Versuchsgarten Tulln unter hohem natürlichem Infektionsdruck geprüft. Nach jeweils drei Beobachtungsjahren waren rund 20 Prozent ohne sichtbare Schäden durch das Eschentriebsterben. Die Untersuchungen bestätigten, dass Krankheitstoleranz eine wesentliche genetische Komponente besitzt und an die nächste Generation weitergegeben werden kann.
Österreichweit wurden vielversprechende Mutterbäume ausgewählt und beerntet. Aus ihrem Saatgut entstanden 35.718 Nachkommen. Sie wurden auf vier Resistenztestflächen im BFW-Versuchsgarten Tulln unter hohem natürlichem Infektionsdruck geprüft. Nach jeweils drei Beobachtungsjahren waren rund 20 Prozent ohne sichtbare Schäden durch das Eschentriebsterben. Die Untersuchungen bestätigten, dass Krankheitstoleranz eine wesentliche genetische Komponente besitzt und an die nächste Generation weitergegeben werden kann.
Der Weg zum Vermehrungsgut
In der zweiten Projektphase von 2019 bis 2024 wurde die Auswahl weiter verschärft. Neben der Krankheitstoleranz wurden Wuchs- und Formeigenschaften sowie genetische Vielfalt berücksichtigt. Künstliche Infektionsversuche mit dem Erreger des Eschentriebsterbens und Hallimasch ergänzten die Prüfung.
Schließlich wurden 1.015 krankheitstolerante, waldbaulich interessante Klone vermehrt und in einem Klonarchiv in Tulln gesichert. Genetische Untersuchungen zeigten regionale Unterschiede und Zusammenhänge mit Umweltbedingungen. Daher wurden drei Klonkollektive gebildet:
Schließlich wurden 1.015 krankheitstolerante, waldbaulich interessante Klone vermehrt und in einem Klonarchiv in Tulln gesichert. Genetische Untersuchungen zeigten regionale Unterschiede und Zusammenhänge mit Umweltbedingungen. Daher wurden drei Klonkollektive gebildet:
- für Vorarlberg,
- Hochlagen über 600 Meter und
- Tieflagen unter 600 Meter.
Jetzt zählt die Praxis
Die ausgewählten Eschen müssen sich nun unter realen Waldbedingungen bewähren. Die erste Waldversuchsfläche wurde 2023 bei Asten in Oberösterreich angelegt, weitere Versuche folgten. Sie sollen zeigen, ob die selektierten Eschen ihre Krankheitstoleranz und guten Wuchseigenschaften auch auf unterschiedlichen Standorten langfristig beibehalten.
Für Waldbesitzer gilt weiterhin: Gesunde oder gering geschädigte Eschen sollten, sofern Verkehrssicherheit und Bestandsstabilität es erlauben, erhalten und ihre Naturverjüngung gefördert werden. Vitale Bäume können wertvolle Träger natürlicher Widerstandsfähigkeit und genetischer Vielfalt sein.
Die Esche ist noch nicht über den Berg. Doch mit den ausgewählten Klonen, drei Samenplantagen und der Prüfung unter Waldbedingungen sind wesentliche Grundlagen für ihre Zukunft geschaffen.
Für Waldbesitzer gilt weiterhin: Gesunde oder gering geschädigte Eschen sollten, sofern Verkehrssicherheit und Bestandsstabilität es erlauben, erhalten und ihre Naturverjüngung gefördert werden. Vitale Bäume können wertvolle Träger natürlicher Widerstandsfähigkeit und genetischer Vielfalt sein.
Die Esche ist noch nicht über den Berg. Doch mit den ausgewählten Klonen, drei Samenplantagen und der Prüfung unter Waldbedingungen sind wesentliche Grundlagen für ihre Zukunft geschaffen.