Der Weg zurück zum Hof
“Ich hab‘ mir nur gedacht: Das geht nie. Ich war ja schon so lange weg. Ich hab‘ doch meine Arbeit gehabt, meine Familie. Und dann wieder zurück in den Stall, zu den Kühen … das war einfach zu viel auf einmal.“ Die ersten Wochen beschreibt Franz als reines Durcheinander. Alles war neu, obwohl er doch vom Hof war. “Das Melken, das Füttern im Steilhang, die Abläufe - das hat mein Bruder alles gemacht. Ich hab‘ mich gefühlt wie ein Lehrling. Nur halt mit Mitte fünfzig.“
Geholfen hat, dass viele sofort zur Stelle waren. “Die Nachbarn haben gleich gesagt: ‘Ruf an, wenn du wen brauchst.‘ Meine Frau hat gemeint: ‘Wir schaffen das.‘ Und die Kinder haben auch mit angepackt. Allein wär’s nicht gegangen.“
Auch die Tiere selbst waren sein Antrieb. “Wenn man am Morgen in den Stall geht und die Kühe stehen da, schauen dich an - dann weißt du: Du kannst jetzt nicht einfach aufhören. Die brauchen dich.“
Geholfen hat, dass viele sofort zur Stelle waren. “Die Nachbarn haben gleich gesagt: ‘Ruf an, wenn du wen brauchst.‘ Meine Frau hat gemeint: ‘Wir schaffen das.‘ Und die Kinder haben auch mit angepackt. Allein wär’s nicht gegangen.“
Auch die Tiere selbst waren sein Antrieb. “Wenn man am Morgen in den Stall geht und die Kühe stehen da, schauen dich an - dann weißt du: Du kannst jetzt nicht einfach aufhören. Die brauchen dich.“
Warum er nicht aufgibt
Franz hätte auch sagen können: Zu viel, das geht nicht. Aber er hat sich bewusst entschieden. “Es war der Hof meiner Familie. Da steckt so viel Geschichte drinnen - von uns allen. Das einfach aufzugeben, hätt‘ ich nie übers Herz gebracht.“ Sein Hoffnungsschimmer war, dass der Hof als Familienbetrieb weiterlebt. “Ich hab‘ mir gedacht: Wenn ich das jetzt nicht probier‘, dann ist alles verloren. Und vielleicht finden sich später wieder Möglichkeiten, dass die nächste Generation drauf aufbauen
kann.“
Langsam hat sich Routine eingestellt. “Ich hab‘ mir gedacht: Eins nach dem anderen. Zuerst die Kühe, dann der Rest. Mit der Zeit weiß man wieder, wie‘s geht.“ Heute führt Franz den Hof im Nebenerwerb weiter - neben seinem Beruf als Zimmerer. “Natürlich ist das manchmal eine Doppelbelastung. Aber mein Beruf bleibt mein Beruf, das ist mir wichtig. Und gleichzeitig ist es gut zu wissen: Der Hof läuft weiter.“
Franz sagt, dass er sich durch die Rückkehr verändert hat. “Früher hab‘ ich mich über jede Kleinigkeit aufgeregt. Heute denk‘ ich mir: Hauptsache, wir sind gesund. Alles andere kriegen wir schon hin.“
Sein Blick geht nach vorne. Er weiß, dass er den Hof nicht auf ewig allein bewirtschaften kann. Aber er hat Hoffnung. “Vielleicht macht eines meiner Kinder weiter - oder vielleicht wer anderer aus der Familie. Wichtig ist, dass der Hof lebt. Dass er nicht einfach stillgelegt wird.“ Für Franz ist das der große Sinn in seiner Arbeit geworden: etwas zu bewahren, damit andere anknüpfen können. “Der Hof ist nicht nur Arbeit. Er ist ein Stück Heimat. Und das möchte ich weitergeben.“
kann.“
Langsam hat sich Routine eingestellt. “Ich hab‘ mir gedacht: Eins nach dem anderen. Zuerst die Kühe, dann der Rest. Mit der Zeit weiß man wieder, wie‘s geht.“ Heute führt Franz den Hof im Nebenerwerb weiter - neben seinem Beruf als Zimmerer. “Natürlich ist das manchmal eine Doppelbelastung. Aber mein Beruf bleibt mein Beruf, das ist mir wichtig. Und gleichzeitig ist es gut zu wissen: Der Hof läuft weiter.“
Franz sagt, dass er sich durch die Rückkehr verändert hat. “Früher hab‘ ich mich über jede Kleinigkeit aufgeregt. Heute denk‘ ich mir: Hauptsache, wir sind gesund. Alles andere kriegen wir schon hin.“
Sein Blick geht nach vorne. Er weiß, dass er den Hof nicht auf ewig allein bewirtschaften kann. Aber er hat Hoffnung. “Vielleicht macht eines meiner Kinder weiter - oder vielleicht wer anderer aus der Familie. Wichtig ist, dass der Hof lebt. Dass er nicht einfach stillgelegt wird.“ Für Franz ist das der große Sinn in seiner Arbeit geworden: etwas zu bewahren, damit andere anknüpfen können. “Der Hof ist nicht nur Arbeit. Er ist ein Stück Heimat. Und das möchte ich weitergeben.“
Ein Geschenk
Jetzt spricht er von einem Alltag, der sich eingespielt hat - auch wenn er anders aussieht als früher. “Es ist noch immer viel, manchmal zu viel. Aber es ist machbar. Und irgendwie ist der Hof jetzt auch wieder ein Stück Zuhause geworden. Ein Geschenk - so seh‘ ich’s mittlerweile.“
Was in solchen Momenten helfen kann, beschreibt Angelika Wagner, Psychologin und Beraterin bei “Lebensqualität Bauernhof“ in Tirol: Wenn in einer Familie eine große Veränderung ansteht, dann ist es hilfreich, sich zusammenzusetzen und die verschiedenen Themen miteinander zu besprechen. Sollte das Gespräch ins Stocken geraten oder Punkte unklar sein, ist es hilfreich, sich Unterstützung von außen zu holen.
Was in solchen Momenten helfen kann, beschreibt Angelika Wagner, Psychologin und Beraterin bei “Lebensqualität Bauernhof“ in Tirol: Wenn in einer Familie eine große Veränderung ansteht, dann ist es hilfreich, sich zusammenzusetzen und die verschiedenen Themen miteinander zu besprechen. Sollte das Gespräch ins Stocken geraten oder Punkte unklar sein, ist es hilfreich, sich Unterstützung von außen zu holen.