Betroffene nicht alleine lassen
Wo sich Biber und Menschen Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum teilen, kommt es auch zu Konflikten: Biberdämme gefährden durch den Wasserstau bei Starkregen nahegelegene Siedlungsbereiche, Staunässe macht landwirtschaftliche Böden teils unbefahrbar und beeinträchtig deren Ertragsfähigkeit. Fraßschäden an Bäumen schwächen deren Vitalität und sind somit nicht nur ein Schaden für die betroffenen Eigentümer, sondern ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko für Passanten.
Es zeigt sich deutlich – der Biber bereitet längst nicht mehr nur Bäuerinnen und Bauern Probleme, zunehmend erkennen auch Gemeindevertreter und Privatpersonen, dass ein Zusammenleben nicht ganz so einfach möglich ist, wie gerne behauptet wird. Eine Lösung muss gefunden werden! Diese kann aber nicht nur aus 100-prozentiger Toleranz bestehen. Ja, es wird Kompromisse brauchen – aber um diese zu erzielen, wird es Bewegung seitens der Politik sowie des Naturschutzes brauchen. Betroffene haben in den letzten Jahren bereits genug erduldet und wurden mit Schäden oft alleine gelassen. Höchste Zeit, das zu ändern: Mit sinnvollen Managementmaßnahmen, die auch Entnahmen von Problemtieren ermöglichen.