Viele neue Sorten für 2026 zugelassen
Ende Dezember 2025 fand in Wien die jährliche Sitzung der Sortenzulassungskommission statt. Nach zwei- bis dreijähriger Wertprüfung durch die AGES wurden die neuen Kandidaten bewertet. Entsprechen die vorgelegten Sorten einem landeskulturellen Wert, so werden sie auch eingetragen. In gewisser Weise entspricht das einer Zeugnisverteilung.
Die in- und ausländischen Züchter leisten hier eine hervorragende Arbeit, womit das Niveau der neu zugelassenen Sorten sehr hoch ist. Dieser Umstand wird auch umso wichtiger, denn die korrigierenden Möglichkeiten des Pflanzenschutzes werden immer geringer. Resistenzen und Toleranzen gegenüber Krankheiten sind zunehmend gefragt.
Die in- und ausländischen Züchter leisten hier eine hervorragende Arbeit, womit das Niveau der neu zugelassenen Sorten sehr hoch ist. Dieser Umstand wird auch umso wichtiger, denn die korrigierenden Möglichkeiten des Pflanzenschutzes werden immer geringer. Resistenzen und Toleranzen gegenüber Krankheiten sind zunehmend gefragt.
Neben der Jugendentwicklung, der Standfestigkeit und dem Ertrag sind beispielsweise bei Körnermais die Resistenzen gegen Kolbenfusarium und Helminthosporium turcicum gefragt. Sorten mit hoher Anfälligkeit für Fusarium werden nicht mehr registriert oder von den Züchtern gar nicht mehr vorgelegt. Österreich ist hier mit dem Forschungsprojekt „Kolbenfusarium bei Mais“, dessen Erkenntnisse mit in die Sortenzulassung einfließen, auch im europäischen Vergleich sehr weit.
2026 kommen neben zahlreichen Körnermaissorten wieder viele neue Winter- und Sommergetreidesorten auf den Markt. Besonders erfreulich ist das breite Angebot interessanter, neuer Sojasorten aller Reifeklassen. Österreichs Pflanzenzüchtung spielt hier mit der Saatzucht Donau und der Saatzucht Gleisdorf eine herausragende Rolle. Ebenso kommen bei Ölkürbis sehr ertragsstarke Sorten sowie interessante Backsaaten auf den Markt.
Hinsichtlich der Sortenempfehlungen für Zuckerrübe spielt die Anfälligkeit für Cercospora, Rizomania und Nematoden eine große Rolle. Beachten sie hier bitte auch die Empfehlungen der Rübenbauern-Verbände sowie der AGRANA.
Hinsichtlich der Sortenempfehlungen für Zuckerrübe spielt die Anfälligkeit für Cercospora, Rizomania und Nematoden eine große Rolle. Beachten sie hier bitte auch die Empfehlungen der Rübenbauern-Verbände sowie der AGRANA.
- In der nachfolgenden Tabelle finden Sie die breite Palette neu eingetragener Sorten mit einer kurzen Beschreibung.
- Neben den oben angeführten Kulturen wurden noch Winterraps-, Sonnenblume-, Ackerbohne-, Hanf-, Kartoffel-, Luzerne-, Knaulgras- und mehrere Gemüsesorten zugelassen.
- Die zugelassenen Erhaltungssorten sind in der Tabelle nicht angeführt.