Österreichischer Wein behauptet sich 2025 in schwierigem Marktumfeld
“Der Weinsektor steht derzeit weltweit unter Druck - steigende Kosten, ein verändertes Konsumverhalten und wirtschaftliche Unsicherheiten betreffen praktisch alle Weinländer“, betont Chris Yorke, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM). “Vor diesem Hintergrund haben wir den österreichischen Wein 2025 mit gezielten Maßnahmen im In- und Ausland unterstützt und dazu beigetragen, dass er sich im internationalen Vergleich verhältnismäßig stabil entwickelt und seine Position in zentralen Märkten halten konnte.“
Bei 235 Aktivitäten im In- und Ausland präsentierte die ÖWM im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Weine von 991 österreichischen Weingütern.
Bei 235 Aktivitäten im In- und Ausland präsentierte die ÖWM im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Weine von 991 österreichischen Weingütern.
Heimmarkt: Kampagnen gegen die Krise
Im heimischen Lebensmitteleinzelhandel wurden in den ersten drei Quartalen 2025 um insgesamt 5,2% weniger Wein verkauft, der Umsatz ging um 2,5% zurück. Die Verluste fielen dabei bei ausländischen Weinen stärker aus als bei österreichischen. Trotz insgesamt rückläufiger Verkaufszahlen konnte österreichischer Wein seinen Marktanteil somit weiter ausbauen: Rund 70% der verkauften Weine sowie mehr als 75% des Weinumsatzes im Lebensmitteleinzelhandel entfallen auf heimische Produkte.
Auch in der Gastronomie bleibt österreichischer Wein klarer Marktführer. Mit einem Mengenanteil von knapp 90% und einem Wertanteil von über 80% ist er weiterhin die unangefochtene Nummer eins. Gleichzeitig macht sich die Zurückhaltung der Konsument*innen bemerkbar: Zwischen Jänner und September 2025 sank der Weinabsatz im Gastronomie-Großhandel um 4,6%, der Umsatz um 0,9%. Das Verkaufsniveau liegt damit weiterhin unter jenem vor der Corona-Pandemie.
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und den Weinabsatz zu forcieren, setzt die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) im Heimmarkt verstärkt auf umfangreiche, breitenwirksame Kampagnen. Nach einer großen Gastronomie-Kampagne 2024 wurde 2025 mit “Rot kann auch cool.“ gezielt der Absatz österreichischer Rotweine unterstützt. Für 2026 ist eine breit angelegte, österreichweite Werbekampagne zur rot-weiß-roten Banderole geplant, die den Fokus auf Genuss, Herkunft und Qualität des heimischen Weins legt.
Auch in der Gastronomie bleibt österreichischer Wein klarer Marktführer. Mit einem Mengenanteil von knapp 90% und einem Wertanteil von über 80% ist er weiterhin die unangefochtene Nummer eins. Gleichzeitig macht sich die Zurückhaltung der Konsument*innen bemerkbar: Zwischen Jänner und September 2025 sank der Weinabsatz im Gastronomie-Großhandel um 4,6%, der Umsatz um 0,9%. Das Verkaufsniveau liegt damit weiterhin unter jenem vor der Corona-Pandemie.
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und den Weinabsatz zu forcieren, setzt die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) im Heimmarkt verstärkt auf umfangreiche, breitenwirksame Kampagnen. Nach einer großen Gastronomie-Kampagne 2024 wurde 2025 mit “Rot kann auch cool.“ gezielt der Absatz österreichischer Rotweine unterstützt. Für 2026 ist eine breit angelegte, österreichweite Werbekampagne zur rot-weiß-roten Banderole geplant, die den Fokus auf Genuss, Herkunft und Qualität des heimischen Weins legt.
International einzigartige Initiative
Parallel dazu spricht die neue ÖWM Marke rot weiss rosé (RWR), die seit Herbst 2025 läuft, gezielt Konsument:innen zwischen 20 und 35 Jahren an - jene Generationen, die für die Zukunft der Weinbranche von zentraler Bedeutung sind. Mit diesem Ansatz beschreitet die ÖWM bewusst neues Terrain: International gibt es bislang keine vergleichbare Initiative, die diese Zielgruppen auf landesweiter Ebene systematisch und eigenständig an das Thema Wein heranführt.
Weinwirtschaft sichert mehr als 68.000 Arbeitsplätze
Dass Wein in Österreich nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, belegt eine Wertschöpfungsstudie, die die Economica GmbH 2025 im Auftrag der ÖWM durchgeführt hat. Die heimische Weinwirtschaft erwirtschaftete demnach im Jahr 2023 eine Bruttowertschöpfung von 3,8 Mrd. Euro. Das entspricht 0,9% der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung. Mehr als 68.000 Arbeitsplätze werden durch die Branche gesichert. Auch der Staat profitiert erheblich von der Weinwirtschaft: Jährlich werden rund 1,2 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben in die öffentlichen Kassen gespült. Knapp 403 Mio. Euro bzw. 35% davon gehen an den Bund, weitere 137,5 Mio. Euro bzw. 12% an die vier großen Weinbundesländer Niederösterreich, Burgenland, Wien und Steiermark und weitere 96 Mio. Euro an die restlichen Bundesländer.
Export: Gezielte Maßnahmen verteidigen Marktposition im Ausland
Seit über 20 Jahren zeigt die Exportentwicklung des österreichischen Weins langfristig nach oben, mit besonders starken Zuwächsen in den Jahren nach der Corona-Pandemie. Nach einer leichten Konsolidierung 2024 ist auch 2025 mit Rückgängen im einstelligen Prozentbereich zu rechnen, insbesondere im Weißweinsegment. Wesentliche Ursache dafür ist die kleine Erntemenge 2024, die rund 20% unter dem Durchschnitt lag und zu Einschränkungen in der Marktversorgung führte.
Hinzu kommt ein herausforderndes internationales Umfeld: Der wichtigste Exportmarkt Deutschland und viele weitere EU-Märkte schwächeln, während US-Zölle die Verkäufe im wertmäßig zweitwichtigsten Exportland dämpfen. Gleichzeitig zeigen einzelne Märkte weiterhin dynamisches Wachstum, darunter Kanada, aber auch skandinavische Länder sowie Japan und China.
Diese Entwicklungen unterstreichen, dass österreichischer Wein weiterhin über internationales Wachstumspotenzial verfügt. Um dieses zu nutzen, setzte die ÖWM im vergangenen Jahr 140 Aktivitäten in den wichtigsten Exportmärkten um. Dazu zählten Teilnahmen an großen internationalen Leitmessen wie der ProWein Düsseldorf und der Wine Paris ebenso wie zahlreiche Verkostungen, Promotions sowie Medien-, Handels- und Sommellerie-Kooperationen, unter anderem in Deutschland, Skandinavien, Kanada, Japan, der Schweiz, den Niederlanden und den USA.
Was sich dabei immer wieder bestätigte: Österreichs Weine treffen den aktuellen Geschmack, trotz der weltweit angespannten Konsumlage. Yorke erklärt: “Unsere Weine stehen für hohe Qualität, eine umweltbewusste Produktion und eine Frische, die international stark nachgefragt wird - denn die Präferenz geht weg von allzu schweren Weinen. Umso besser, dass wir mit dem Jahrgang 2025 wieder fruchtige und trinkfreudige Weine in guter Menge bieten können!“
Hinzu kommt ein herausforderndes internationales Umfeld: Der wichtigste Exportmarkt Deutschland und viele weitere EU-Märkte schwächeln, während US-Zölle die Verkäufe im wertmäßig zweitwichtigsten Exportland dämpfen. Gleichzeitig zeigen einzelne Märkte weiterhin dynamisches Wachstum, darunter Kanada, aber auch skandinavische Länder sowie Japan und China.
Diese Entwicklungen unterstreichen, dass österreichischer Wein weiterhin über internationales Wachstumspotenzial verfügt. Um dieses zu nutzen, setzte die ÖWM im vergangenen Jahr 140 Aktivitäten in den wichtigsten Exportmärkten um. Dazu zählten Teilnahmen an großen internationalen Leitmessen wie der ProWein Düsseldorf und der Wine Paris ebenso wie zahlreiche Verkostungen, Promotions sowie Medien-, Handels- und Sommellerie-Kooperationen, unter anderem in Deutschland, Skandinavien, Kanada, Japan, der Schweiz, den Niederlanden und den USA.
Was sich dabei immer wieder bestätigte: Österreichs Weine treffen den aktuellen Geschmack, trotz der weltweit angespannten Konsumlage. Yorke erklärt: “Unsere Weine stehen für hohe Qualität, eine umweltbewusste Produktion und eine Frische, die international stark nachgefragt wird - denn die Präferenz geht weg von allzu schweren Weinen. Umso besser, dass wir mit dem Jahrgang 2025 wieder fruchtige und trinkfreudige Weine in guter Menge bieten können!“
Ausblick 2026
Im Jahr 2026 setzt die ÖWM ihre strategischen Schwerpunkte konsequent fort. Auf dem Heimmarkt liegt der Fokus darauf, die hohen Marktanteile des österreichischen Weins zu sichern. Dafür wird heimischer Wein mit der Marke rot weiss rosé und der großen Banderolenkampagne breit und zielgruppengerecht bei allen Konsument:innenschichten beworben.
Für die Exportentwicklung steht 2026 die Weinmesse VieVinum im Mittelpunkt. Die ÖWM wird dazu rund 1.000 internationale Fachgäste nach Wien einladen, die mit den österreichischen Weingütern Kontakte knüpfen und Geschäfte abschließen können.
Für die Exportentwicklung steht 2026 die Weinmesse VieVinum im Mittelpunkt. Die ÖWM wird dazu rund 1.000 internationale Fachgäste nach Wien einladen, die mit den österreichischen Weingütern Kontakte knüpfen und Geschäfte abschließen können.